Aktuelles

30.06.2017 Rückblick Mitgliederversammlung 2017

Großes Interesse unserer Mitglieder

Höhepunkt in unserer Wohnungsgenossenschaft ist die jährliche Mitgliederversammlung, in der Vorstand und Aufsichtsrat über wesentliche Inhalte und Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres berichten, in der Beschlüsse durch die Mitglieder gefasst und die Mitglieder des Aufsichtsrates gewählt werden. Der Einladung zu unserer diesjährigen Versammlung sind 125 Mitglieder sowie zahlreiche Mieter aus unseren Wohngebieten gefolgt. Mit ihrer Teilnahme bekundeten die Anwesenden ihr großes Interesse an der Entwicklung unserer Genossenschaft und die kann sich sehen lassen:

Auszüge aus den Berichten von Vorstand und Aufsichtsrat

Aufsichtsrat und Vorstand konnten berichten, dass sämtliche Investitionsmaßnahmen, seien es Immobilienkäufe, Modernisierungs- oder Instandhaltungsmaßnahmen, aus eigenen Mitteln finanziert werden. Die Genossenschaft ist schuldenfrei, es bestehen keine Verbindlichkeiten mehr aus Krediten gegenüber den Banken, es werden auch keine Dispositionskredite in Anspruch genommen. Dies ist einmalig unter den Wohnungsgenossenschaften in Sachsen-Anhalt. Insgesamt ist die Finanz- und Ertragslage als positiv zu bezeichnen. Durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Detlef Schweizok wurde dem Vorstand der Genossenschaft  eine ausgezeichnete Arbeit bescheinigt.

Ein Faktor, der dieser positiven Entwicklung entgegenwirkt, ist der steigende Leerstand auf Grund der demografischen Entwicklung – nicht nur in der Stadt Blankenburg. Die Leerstandsquote in unserem Wohnungsbestand lag Ende 2015 bei 9,75 % und stieg zum Ende des Jahres 2016 auf 12,56 %. Es handelt sich hier überwiegend um Wohnungen in den oberen Etagen, im Bereich Oesig sind aus diesem Grund bereits in den vergangenen Jahren 18 Wohneinheiten in den 5. und 6. Etagen stillgelegt worden. Der Anstieg der Leerstandsquote im vergangen Jahr ist u. a. auf den Brand im Adolf-Ledebur-Ring 21 zurückzuführen, in dessen Folge am 19. Juli 2016 auf einen Schlag 19 Wohnungen unbewohnbar wurden.

Den von diesem Brandereignis betroffenen Mietern wurden unbürokratisch andere Wohnungen innerhalb unserer Genossenschaft zur Verfügung gestellt und die Umzüge organisiert. Unterstützt wurde die Genossenschaft hier besonders durch die Fa. Duckek. Andere ortsansässige Handwerksfirmen waren ebenfalls sofort zur Stelle, um die Funktionssicherheit von Heizung, Stromversorgung sowie Wasserver- und -entsorgung herzustellen. Hier gilt ein besonderer Dank an die Firmen Schüler, Perling, Panterodt und Büchl.

Der Gesamtschaden des Brandes (Ursache: Brandstiftung im Keller) beläuft sich auf ca. 200.000,00 €, nicht inbegriffen sind hier die Leistungen, die die Genossenschaft freiwillig für die betroffenen Mieter übernommen hat. Der gesamte Aufgang war kontaminiert, es mussten Spezialfirmen zur Entsorgung des Kellerinhalts und von Teilen des Treppenhauses eingesetzt werden.

Als Konsequenz aus der Leerstandsentwicklung legt die Genossenschaft große Aufmerksamkeit auf die Bestandsentwicklung. Diese beinhaltet u.a. Modernisierungsmaßnahmen, damit es den älteren Mietern ermöglicht wird, so lange wie möglich in ihren Wohnungen zu bleiben. Großes Interesse finden unsere modernen Neubauten in der Bährstraße 8b und Westerhäuser Straße 50a-d. Die Sanierung des Gebäudes Westerhäuser Str. 50 (ehemals Licht-Hoffmann) wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. Hier entstanden zwei 2-Raum-Wohnungen mit ca. 64 m² Wohnfläche, davon eine behindertengerecht mit der dazugehörigen Rollstuhlauffahrt und Parkplätzen direkt vorm Haus. Die Nachfrage nach den Wohnungen in diesem Wohnquartier ist sehr groß, so dass wir hier den Bedarf durch unsere Bautätigkeit nicht abdecken können. Daher wurde ein weiteres Objekt in der Innenstadt, das Gebäude der ehemaligen Volksbank in der Löbbeckestraße 6 erworben, in dem gegenwärtig neuer Wohnraum entsteht. Dieses Gebäude grenzt direkt an das im Eigentum der Genossenschaft stehende Objekt Löbbeckestraße 4, die dazugehörenden Stellplätze befinden sich in der angrenzenden Lühnergasse 4.

Von besonderer Beudeutung sind die jahresübergreifenden Maßnahmen wie die Umstellung von Fernwärme auf eine eigene gasbetriebene Wärmeversorgung in den 1. und 2. Bauabschnitten im Wohngebiet Am Regenstein. Diese Arbeiten müssen bis zum 30. September 2017 abgeschlossen sein, da der Wärmeliefervertrag mit der Avacon Natur GmbH zu diesem Termin durch die Wohnungsgenossenschaft gekündigt wurde. Ein wesentlicher Vorteil der Eigenversorgung besteht darin, dass keine Heizleistung über den erforderlichen Bedarf hinaus abgenommen werden muss und dies sich positiv auf die Heizkostenabrechnungen auswirken wird.

Im Zusammenhang mit der Umstellung der Wärmeversorgung wurde auch die Warmwasserbereitung umgebaut. Alle Warmwasserstationen im Wohngebiet Am Regenstein werden durch Frischwasserstationen ersetzt, im Bereich Robert-Koldewey-Str. 1 – 22 erfolgt die Warmwasserbereitung statt bisher in einer Station zukünftig in vier Frischwasserstationen. Mit dieser Maßnahme verkürzen sich die Zirkulationsleitungen, die Abkühlung des Rücklaufs wird minimiert und die Vorlauftemperatur kann gesenkt werden. Mit der Inbetriebnahme dieser Frischwasserstationen entfallen die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Untersuchungen des Trinkwassers auf Legionellen in diesen Bereichen, da es hier kein „stehendes“ Wasser mehr in den Leitungen gibt.

Neben den oben bereits erwähnten wurden aus dem Investitionsplan 2016 u.a. folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Fertigstellung des Wärmedämmverbundsystems an der Fassade Helsunger Str. 44 – 45 und Lessingstraße 26 – 28 sowie in Ballenstedt, Pestalozziring 1 - 3
  • Trockenlegung Helsunger Straße 42 - 43
  • Erneuerung der Balkonanlagen Lessingstraße 30 – 32 und Ballenstedt,       Pestalozziring 1-3
  • Kellersanierung Lessingstraße 30 - 32
  • Sanierung der Balkonanlagen im I. Bauabschnitt
  • Erneuerung des Gehwegs Am Regenstein 6a - 6d
  • Errichtung einer neuen Parkfläche vor der Geschäftsstelle Lerchenbreite 20
  • Errichtung von 5 neuen Garagen im Bereich Lessingstraße 22 - 24
  • Kellerdeckendämmung einschl. Erneuerung der Elektroanlagen Am Regenstein 2 u. 3
  • Erneuerung der Außenanlagen in Wernigerode, Pappelweg
  • Erneuerung der Heizung Bährstraße 5 und 5a durch die Firma Raubald
  • Umfangreiche Arbeiten im Bereich der Hausbewirtschaftung beim Heckenschnitt und der Baumfällung

 

Wesentliche Kennzahlen zum 31.12.2016:

Zahl der eingetragenen Mitglieder:  1334 Geschäftsguthaben der Mitglieder gesamt:  399.820 € Altersdurchschnitt der Mitglieder:  61 Jahre

Zum 31.12.2016 bewirtschaftete die Genossenschaft im eigenen Wohnungsbestand in Blankenburg, Ballenstedt und Wernigerode:

  • 1.336  Wohnungseinheiten mit insgesamt 79.198,28 m² Wohnfläche
  • 3 Gewerbeeinheiten mit 126,04 m²
  • 186  eigene Garagen
  • 67  eigene Stellplätze

 

Ausgaben im Jahr 2016 für:

  • Instandsetzung und Instandhaltung:  916.462,61 €
  • Modernisierungsmaßnahmen:  162.361,83 €

 

Durchschnittliche Nettokaltmiete pro m² Wohnfläche in unserem gesamten Wohnungsbestand:  4,24 €

Beschlüsse und Wahlen zum  Aufsichtsrat

Durch die Mitglieder wurden folgende Beschlüsse jeweils einstimmig gefasst:

Beschluss Nr. 1/2017:  Feststellung des Jahresabschlusses 2016

Bilanzsumme: 42.098.642,58 € Jahresüberschuss: 520.700,32 €

Beschluss Nr. 2/2017:  Verwendung des Jahresüberschusses 2016

Einstellung des Jahresüberschusses in Höhe von 520.700,32 €  in „Andere Ergebnisrücklagen“

Beschluss Nr. 3/2017:  Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2016

Beschluss Nr. 4/2017:  Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2016

Die  Aufsichtsratsmitglieder Detlef Schweizok und Lothar Köppke, die satzungsgemäß zum 28.06.2017 ausschieden, wurden einstimmig wieder in den Aufsichtsrat gewählt. Als neues Aufsichtsratsmitglied wurde Christoph Böttcher ebenfalls einstimmig gewählt. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates: Heinz Schuhmacher, Erhard Sallier, Detlef Schmelz und Patrick Köppke.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Detlef Schweizok versicherte den Anwesenden in seinem Schlusswort, dass der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand und den Mitarbeitern der Wohnungsgenossenschaft alles tun werden, die Forderungen aus unserer Satzung zu erfüllen und die positive wirtschaftliche Entwicklung unserer Genossenschaft fortzuführen.

 



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