Liebe Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft Blankenburg e.G.,
Betrüger werden immer einfallsreicher – und leider sind besonders ältere Menschen häufig Ziel solcher Straftaten. Die Täter nutzen Vertrauen, Hilfsbereitschaft oder Unsicherheit aus, um an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. Deshalb ist es uns wichtig, Sie über typische Betrugsmaschen aufzuklären und Ihnen zu zeigen, wie diese funktionieren, woran man sie erkennt und wie man sich davor schützen kann.
Warum gerade ältere Menschen im Fokus stehen
Viele Trickbetrüger wählen gezielt ältere Menschen als Opfer. Sie gehen davon aus, dass diese häufig allein leben, hilfsbereit sind und Vertrauen in vermeintliche Amtspersonen oder Angehörige haben. Täter setzen oft auf Zeitdruck, Angst oder Mitleid, um ihre Opfer zu schnellen Entscheidungen zu bewegen.
Wichtig zu wissen: Niemand muss sich für einen Betrugsversuch schämen. Die Täter handeln professionell und sehr überzeugend. Je mehr Menschen über diese Methoden informiert sind, desto besser können sie sich schützen. Geschäftszeiten.
Die häufigsten Betrugsmaschen:
1. Der Enkeltrick
Der Enkeltrick gehört zu den bekanntesten Betrugsmaschen. Dabei rufen Täter ältere Menschen an und geben sich als Enkel, Verwandte oder gute Bekannte aus. Häufig beginnen die Gespräche mit Sätzen wie „Rate mal, wer hier spricht“. Anschließend behaupten sie, in einer finanziellen Notlage zu sein und dringend Geld zu benötigen. Oft wird eine fremde Person angekündigt, die das Geld oder Wertgegenstände abholen soll.
Woran erkennt man den Enkeltrick?
- Der Anrufer nennt zunächst keinen Namen
- Es wird sehr schnell Druck aufgebaut
- Geld soll kurzfristig übergeben werden
- So schützen Sie sich:
- Fragen Sie gezielt nach Namen und Details
- Legen Sie auf und rufen Sie den echten Angehörigen zurück
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen

2. Der „Schockanruf“
Bei dieser Betrugsmasche versuchen Täter, ihre Opfer in Panik zu versetzen. Sie behaupten zum Beispiel, ein Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht oder sei in großer Gefahr. Um angeblich eine Kaution oder Behandlung zu bezahlen, soll sofort Geld bereitgestellt werden.
Woran erkennt man einen Schockanruf?
- dramatische Geschichten über Unfälle oder Notfälle
- großer Zeitdruck („Sie müssen sofort handeln“)
- Forderung nach Bargeld oder Schmuck
So schützen Sie sich:
- bleiben Sie ruhig und legen Sie auf
- kontaktieren Sie Angehörige selbst
- informieren Sie im Zweifel die Polizei
3. Falsche Polizisten
Eine besonders perfide Masche ist der Betrug durch angebliche Polizisten. Dabei geben sich Täter am Telefon oder persönlich als Polizeibeamte aus und behaupten beispielsweise, Einbrecher hätten es auf ihr Vermögen abgesehen. Sie bieten an, Geld oder Schmuck „in Sicherheit zu bringen“.
Woran erkennt man diese Masche?
- sie setzen Sie unter Druck
- angebliche Polizisten fragen nach Geld oder Wertgegenständen
- sie bitten um Herausgabe von Bargeld

4. Falsche Handwerker oder Dienstleister
Bei dieser Masche klingeln Betrüger unangekündigt an der Tür und geben sich als Handwerker, Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen oder Behörden aus. Sie behaupten etwa, die Wasserleitung prüfen zu müssen oder einen Schaden reparieren zu wollen. Während eine Person Sie ablenkt, durchsucht eine andere die Wohnung nach Geld oder Schmuck.
So schützen Sie sich:
- lassen Sie keine unbekannten Personen in die Wohnung
- verlangen Sie einen Dienstausweis
- rufen Sie im Zweifel beim Unternehmen oder bei der Hausverwaltung an
Allgemeine Tipps zum Schutz vor Betrug
Die Polizei empfiehlt einige einfache, aber sehr wirksame Regeln:
- Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen oder Besuchen
- Geben Sie niemals persönliche oder finanzielle Informationen am Telefon preis
- Übergeben Sie kein Geld oder Schmuck an Unbekannte
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
- Legen Sie bei verdächtigen Anrufen einfach auf
- Informieren Sie im Zweifel sofort Angehörige oder die Polizei
Ein hilfreicher Tipp ist auch, innerhalb der Familie ein Codewort zu vereinbaren. Dieses kann bei Notfällen abgefragt werden, um echte Angehörige von Betrügern zu unterscheiden.
Was tun, wenn Sie einen Betrugsversuch vermuten?
Wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand versucht, Sie zu betrügen:
- Beenden Sie sofort das Gespräch oder schließen Sie die Tür.
- Kontaktieren Sie Angehörige oder Nachbarn.
- Informieren Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110.
Auch wenn kein Schaden entstanden ist, hilft jede Meldung dabei, andere Menschen zu schützen.
5. Gewinnspiel- und Abofallen
Auch angebliche Gewinnbenachrichtigungen sind eine beliebte Betrugsmasche. Opfer erhalten eine Nachricht über einen vermeintlichen Gewinn – sollen aber zuvor Gebühren zahlen oder persönliche Daten preisgeben.
Wichtige Regel:
Wenn Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben.

Allgemeine Tipps zum Schutz vor Betrug
Die Polizei empfiehlt einige einfache, aber sehr wirksame Regeln:
- Informieren Sie im Zweifel sofort Angehörige oder die Polizei
- Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen oder Besuchen
- Geben Sie niemals persönliche oder finanzielle Informationen am Telefon preis
- Übergeben Sie kein Geld oder Schmuck an Unbekannte
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
- Legen Sie bei verdächtigen Anrufen einfach auf
Als Wohnungsgenossenschaft liegt uns das Wohl unserer Mitglieder sehr am Herzen. Besonders ältere Menschen sollen sich in ihrem Zuhause sicher fühlen. Sprechen Sie daher auch mit Nachbarn, Freunden oder Angehörigen über diese Betrugsmaschen.
Aufmerksamkeit und gegenseitige Unterstützung sind der beste Schutz.
Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, können Sie sich jederzeit an uns oder direkt an die Polizei wenden.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Wohnungsgenossenschaft Blankenburg e.G.


